15. Mai 2018: Gedenktafel für die Liesinger Opfer des NS-Euthanasieprogramms

Am 15.Mai wird im Zuge der Eröffnung des Liesinger Schlossparks beim Helmut Zilk Haus, Haeckelstraße 1A 1230 Wien, auf dem Gelände des ehemaligen Versorgungsheims Liesing eine Gedenktafel für die Liesinger Opfer des NS-Euthanasieprogramms enthüllt.

Programmablauf:

11 Uhr Eröffnungsfeier Treffpunkt: vor dem Schlossturm

Begrüßung:  Walter TEUSCHLER Leitender Direktor, Pflegewohnhaus Liesing

Ansprachen: Drin Susanne DRAPALIK Direktorin, Teilunternehmung Geriatriezentren und Pflegewohnhäuser der Stadt Wien

                   Gerald BISCHOF Bezirksvorsteher f. d. 23. Bezirk

Enthüllung der Gedenktafel für die Liesinger Opfer des Euthansieprogramms durch den Verein „Steine der Erinnerung“

12. und 13. November: Neue Gedenksteine für Opfer der Shoa

Samstag, 12. Nov. 2016 und Sonntag, 13. Nov. 2016

Samstag, 12. Nov. 14h30  1010., Singerstr. 14
Familie GROSZ: Die 13-jährige Tochter wurde mit einem Kindertransport nach England gerettet. Der 17 jährige Sohn Robert musste nach Bolivien fliehen. Der Rechtsanwalt Dr. Max Grosz und Gattin Charlotte, konnten als letzte der Familie in die USA flüchten.

Samstag, 12. Nov. 15h30  1010., Nibelungeng. 7
Familie MAUTNER  Min.R. Dr. Friedrich und seine Gattin Frieda wurden monatelang von tapferen Nichtjuden versteckt. Dennoch entdeckt, wurden sie 1942 in Maly Trostinec ermordet.
Ihr Sohn Stephan floh mit Hilfe der Quäker nach England.

Sonntag, 13. Nov. 14h00  1030., Hintere Zollamtsstraße 9
Familie KURZ: Der Vater Leopold  starb beim Transport  vom  KZ Drancy (Frankr.)  ins
KZ Auschwitz. Tochter Renate kämpfte in der Resistance. Die Mutter Frida und die Schwestern Hanna und Renate überlebten. Im hier nicht mehr bestehenden Gebäude lebten 13 jüdische Mitbürger.

Sonntag, 13. Nov. 16h00  1040., Mittersteig 2a
Familie ICHHEISER: Helene, Mutter des Sozialpsychologen Dr. Gustav Ichheiser ging 1938 nach Krakau, wo sich ihre Spur verlor. Dr. Ichheiser floh in die USA und nahm sich dort das Leben.

Für die Zukunft, niemals vergessen!
Bitte begleiten Sie die Verfolgten und Nachkommen bei den Veranstaltungen.